HOME  |  NATURHEILKUNDE  |  ÖFFNUNGSZEITEN  |  LINKS  |  DOWNLOADS  |  IMPRESSUM
 
Behandlung
Hör- und Gleichgewichtsprüfung
Allergiediagnostik und -therapie

Tinnitusdiagnostik und -therapie

Zur Behandlung von Hörstürzen und Ohrgeräuschen


Hör- und Gleichgewichtsprüfung


Tonschwellenaudiometrie
Mittels Tongeneratoren wird die Hörschwelle und damit das Hörvermögen für Töne von 125 - 12 000 Hz seitengetrennt an beiden Ohren bestimmt. Es kann festgestellt werden, ob die Schwerhörigkeit am Mittelohr oder am Innenohr lokalisiert ist.

Sprachaudiogramm

Prüfung des Hörvermögens für Testsilben durch Lautstärkenminimierung bei gleichzeitiger Wiederholung von Zahlen und einsilbigen Wörtern (Sprachverständnis).

Kinderhörprüfungen
Dies sind spezielle, auf das Lebensalter des Kindes abgestimmte Testverfahren, z. B. Reflexaudiometrie, Spielaudiometrie, Bildaudiometrie.

Objektive Audiometrie
Eine Antwort auf einen Hörreiz wird als eine Änderung der elektrischen Aktivität des Hörnervs und des Gehirns gemessen und von einem Computer aufgezeichnet (Computeraudiometrie (BERA), Otoakustische Emission (OAE)).

Gleichgewichtsprüfung (Videonystagmographie)
Zur Diagnostik und Therapie von Schwindelbeschwerden wird das Gleichgewichtsorgan im Ohr seitengetrennt künstlich durch Temperaturreiz erregt, meistens durch Luft oder Wasser. Es kann dadurch eine Funktionsstörung des Gleichgewichtsorganes festgestellt werden. Schwindel entsteht, wenn es im Gleichgewichtszentrum des Gehirns zu einer gestörten Meldung aus dem Labyrinth (=Gleichgewichtsorgan), Augen (=Sehorgan) und der Tiefensensibilität (Muskel) kommt.

Impedanzaudiometrie
Funktionsdiagnostik des Schallleitungsapparates des Mittelohres durch Messung des Druckes im Mittelohr (Tympanon) und der Stapediusreflexe.


Allergiediagnostik und -therapie

Der Begriff "Allergie" ist heute kein Fremdwort mehr. Allergien sind "in". Allein in Deutschland leiden rund 20% der Menschen bewusst an dieser "Volkskrankheit", wobei allergische Erkrankungen der Atemwege und der Haut dominieren. Unter einer Allergie (griechisch, "die Fremdreaktion") versteht man eine überschießende und unerwünschte heftige Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe.

Allergiediagnostik
Diagnostisch werden experimentelle Methoden genutzt, um die durch die Anamnese gewonnenen Verdachts-
momente und Hinweise auf eine Allergie zu bestätigen. Verdächtige Allergene werden in geringer Dosis auf die Haut (Epikutantest bzw. Pflastertest) oder in die Haut mittels Prick-Lanzette oder Kanüle gebracht (Pricktest, Intrakutantest). Über den nasalen Provokationstest wird das Reizorgan durch Einsprühen von Allergenen direkt ausgesetzt. Diese Testmethode ist empfindlicher als der Pricktest und erkennt auch versteckte Veranlagungen zu Allergien, die erst zu einem späteren Zeitpunkt allergische Beschwerden verursachen könnten.

Allergietherapie
Die Hauptaufgabe der Therapie besteht in der Elimination des Allergens. Bei der Allergenkarenz wird der Kontakt mit den beschwerdeverursachenden Allergenen vermieden. Eine symptomatische Therapie ist auf Dauer notwendig und reduziert das Risiko eines „Etagenwechsels“ mit Ausbildung eines Bronchialasthmas. Wenn ein Kontakt mit den Allergenen unvermeidlich ist, also eine Karenz nicht möglich ist, stellt schulmedizinisch die Hyposensibilisierung (sinngemäß: "weniger empfindlich machen") die Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung dar mit einer Erfolgsquote für Pollenallergien von 80 bis 90%.


Tinnitusdiagnostik und -therapie

Tinnitus ist ein Oberbegriff für alle Arten von Ohr- oder Kopfgeräuschen, unabhängig von deren Ursachen. Diese Töne oder Geräusche sind von anderen Personen also nicht zu hören.

Ein Symptom
Tinnitus wird nicht als eigenständige Krankheit, sondern als ein Symptom verschiedener möglicher Erkrankungen bezeichnet. Das bringt die Notwendigkeit mit sich, nach den möglichen Ursachen zu forschen und zu ihrer Behebung beizutragen.

Die Ursachen
Ein Tinnitus kann viele Ursachen haben. Dazu zählen vor allem Innenohrschäden durch Knall- oder Lärmtrauma, Hörsturz oder Tumoren des Hörnervs. Weitere Ursachen finden sich im Mittelohr, bei Herzrhythmus-, Stoffwechsel - und Kreislaufstörungen, aber auch bei Fehlfunktionen im Bereich der Halswirbelsäule und des Kiefergelenks, bei Stress und sonstigen psychischen Faktoren etc.. Man nimmt an, dass Ohrgeräusche erst aufgrund einer mangelhaften, aber oft wiederherstellbaren Filterwirkung im Unterbewusstsein des Gehirns in Einzelfällen zur menschlichen Wahrnehmung gelangen.

Tinnitustherapie

Akuter Tinnitus
· Je nach Bedarf medikamentöse Behandlung, durchblutungsfördernd, gefäßerweiternd, entzündungshemmend
· In Form von Tabletten und/oder Infusionen,
· Diagnostik HNO-Arzt Otoneurologie und andere Fachärzte aufklärendes ärztliches Gespräch
· Lebenssituation überdenken

Chronischer Tinnitus

(nach 3 Monaten bei ausbleibendem Therapieerfolg)
· Vervollständigung der Abklärung anderer ursächlicher Erkrankungen
· psychologische Beratung
· Tinnitus - Retraining
· Hörgeräteversorgung bei gleichzeitiger Hörschwäche
· Tinnitusverdeckung durch individuelle Anpassung eines Rauschgenerators (Noiser)


Zur Behandlung von Hörstürzen und Ohrgeräuschen

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,
Die 2009 in Kraft getretene Neufassung der Arzneimittelrichtlinien hat erhebliche Auswirkungen auf die Therapie von Hörstürzen und Ohrgeräuschen. Durchblutungsfördernde Medikamente und andere Medikamente, die seit Jahren erfolgreich für die Behandlung von akuten Hörminderungen ("Hörstürzen") eingesetzt werden, sind mit der Novelle der Arzneimittelrichtlinie im Jahr 2009 durch uns Hals-Nasen-Ohrenärzte nicht mehr zulasten der gesetzlichen Krankenversicherungen verschreibungsfähig. Die Kosten für diese Medikamente und gegebenenfalls die Kosten für die Verabreichung dieser Medikamente mittels Infusionen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr übernommen.

Warum kam es zu dieser Änderung?

Offiziell heißt es, dass die Therapieerfolge, welche durch diese Medikamente erzielt werden können, nicht ausreichend wissenschaftlich belegt seien. Unsere persönliche Erfahrung wie auch die unserer Fachkollegen und die durch diese Behandlung geheilten Patienten sprechen allerdings dagegen.

Welche anderen Therapiemöglichkeiten gibt es?

Leider stellt sich die Sachlage so dar, dass uns keine anderen erfolgversprechenden Therapie-Optionen zur Verfügung stehen, welche von den gesetzlichen Krankenversicherungsträgern übernommen werden!
Es bleibt also nur, die Hörminderung festzustellen und darauf zu hoffen, dass sich der Schaden selbst reguliert. Die medikamentöse Therapie hat nach unserer langjährigen Erfahrung zumindest heilungsunterstützende oder –beschleunigende Wirkung. Aus unserer Sicht sind die bisherigen Verfahren trotz der Änderungen in der Kostenübernahme nach wie vor zur Anwendung zu empfehlen.